Tops und Flops

Samstag, 2. Juli 2011

Wieder alle drei vereint

Vorgestern haben Reto und Sämi den Markus abgefangen, der ja etwas zurückgefallen war und in seinem eigenen Tempo weiterfuhr. Markus hat sich an diesem Abend nochmals gut mit Esswaren eingedeckt und fünf Stunden geschlafen, um die letzten 200 Kilometer in Angriff zu nehmen. Gestern Abend trafen sich dann die drei Freiämter wieder und feierten ihren Erfolg. Alle Drei haben es also geschafft, eine Wahnsinnsleistung. Wenn man bedenkt wie viele Biker während der Tour erschöpft aufgegeben haben, ist es wirklich ein unglaubliches Können und ein riesiger Durchhaltewille, welches unsere Jungs gezeigt haben. Wer hätte das gedacht?
Als ich Sämi vor der Tour fragte, ob er denke dass er es bis zum Ziel schaffe, meinte er bescheiden: " Falls ich es schaffe, nehme ich diese Genugtuung dankbar an." Das Ziel zu erreichen, hänge von vielen glücklichen Zusammenhängen ab. Er freute sich einfach auf die wundervolle Landschaft, die verschiedenen Stimmungen der Natur, den Duft und einfach auf Amerika. Diese Tour stelle eine spezielle Form der Erholung dar- ich glaube das müssen wir nicht verstehen ;-)
Übrigens wartet kein Preis auf den Sieger, das Wissen über den eigenen Erfolg gilt hier als Geschenk, was Sämi sehr begrüsst.
Ich bin froh, dass nun alle heil im Ziel angekommen sind. Wer das Rennen auch über den Race Tracker verfolgt, der sieht, dass viele Fahrer noch immer unterwegs sind. Ein riesiger Erfolg unserer Sportler, sie haben nicht nur alle das Ziel erreicht, sie waren auch unglaublich schnell..

Donnerstag, 30. Juni 2011

Impressionen von der Tour Divide

Unsere drei Helden sind gut zu Hause angekommen. Was bleibt, sind unbezahlbare Erfahrungen und viele schöne Erinnerungen. An dieser Stelle lassen sie uns daran teilhaben. Viel Spass mit den Eindrücken von der Tour Divide 2011.

Yeeeaaah, geschafft und durchgehalten bis zuletzt

Ich habe nachts um 2 Uhr die Nachricht bekommen, dass die Jungs am Zoll angekommen sind. Sie wurden dort  vom Zöllner zum Bier eingeladen und genossen bereits das dritte ;-)
Sie verbrachten die Zeit auf der Terrasse, inmitten von ca. zehn Hunden, und warteten darauf dass sie jemand abholt und nach Silver City bringt. Sämi meint: "Amerika isch eifach geil, slow down take it easy ..."
Sie haben noch eine wundervolle letzte Zeit auf ihren Velos verbracht und scheinen noch immer nicht fix und fertig zu sein ...
Wie ich gesehen habe, habt Ihr treuen Blogleser die Zieletappe vor dem Bildschirm gebannt verfolgt. Ich habe es verschlafen, aber nicht aus mangelndem Interesse- ich liege nach einer Weisheitszahn- OP mit miesen Schmerzen flach.
Ich freue mich mit unseren Kämpfern, dass sie bis zuletzt durchgehalten haben und wenn ich es richtig gesehen habe, sogar als Erste das Ziel erreicht haben. Wir sind alle wahnsinnig stolz auf Euch!
Geniesst Eure letzten Tage fernab der Schweiz und freut Euch, denn was Ihr da geleistet habt, das macht Euch so rasch keiner nach ...

Stossen wir auf unsere Superbiker an- ein dreifaches Hoooooch ....

Mittwoch, 29. Juni 2011

Ich seh`den Sternenhimmel ...

Die letzten beiden Nächte haben die Biker nur 3 bzw. 4 Stunden geschlafen, das dafür unter traumhaft schönem Sternenhimmel. Es ist sehr heiss in dem Gebiet, in dem sie sich zur Zeit befinden. Auch die letzten Tage sind sie nie so weit gekommen, wie sie eigentlich wollten. Das Gelände ist steinig und immer wieder ansteigend, die Hitze ist erdrückend. So erlebten sie gestern den bisher schwersten Tag ihrer Tour.
Vorletzte Nacht ist Reto gestürzt, doch nach einer professionellen Verarztung wurde weiter geradelt. Wer sich durch eine Schlange nicht aus dem Konzept bringen lässt, lässt sich auch von einem Sturz nicht erschüttern.
Bald ist es geschafft! Hopp Jungs :-)

Montag, 27. Juni 2011

Nur eine Klapperschlange?!

Endlich gibt es wieder News von unseren Kämpfern!
Wie vorausgesagt ist dieser Teil der Strecke sehr hart und verlangt ihnen alles ab. Sie erreichen momentan die Etappenziele, die sie sich für den Abend setzen, öfters nicht. Es ist sehr warm. So warm, dass sie zwei Nächte draussen geschlafen haben. Sie fahren morgens früh los und waren gestern schon um 4 Uhr am Indiana Pass. Dieser war extrem steil, und der Weg mit Kies bedeckt, so dass sie viele Teile zu Fuss überwinden mussten.
Zmittag assen sie in Cuba, um 22.30 Uhr bekamen sie sogar noch ein Znacht bei einem Campingplatz. Wenigstens ist für das leibliche Wohl gesorgt, so dass sie bei Kräften bleiben.
Eines Abends als sie in den Bergen übernachteten, suchte Reto etwas in seinem Rucksack. Marco Costa, ihr italienischer Freund, machte ihn auf einen Lärm im Gebüsch, ca. zwei Meter neben ihm, aufmerksam. Alle starrten wie gebannt die Klapperschlange an, die sich lautstark bemerkbar machte- nur nicht Reto, der liess sich bei seiner Suche nicht stören, was für grosses Gelächter sorgte.
Es ist beruhigend, dass die Männer ihren Humor noch nicht verloren haben.
Auf der Karte sieht es so aus, als hätten sie es bald geschafft. Doch das täuscht natürlich, es soll der schlimmste Teil der ganzen Route sein und die Männer langsam ausgelaugt? Oder immer geübter und voller Ehrgeiz, je näher sie dem Ziel kommen? Es bleibt spannend!

         sowas kann doch einen echten Kerl nicht aus der Fassung bringen ;-)

Donnerstag, 23. Juni 2011

Auf den Schnee folgt die Hitze

Wieder haben die Sportler einen fantastischen Tag hinter sich gelassen. Sie fuhren lange Zeit an einem See entlang, dem Dillon Reservoir. Dieser muss so eindrücklich gewesen sein, das Landschaftsbild so malerisch, dass sich Sämi immer wieder verstohlen Tränen aus den Augen wischen musste.
Doch auf das Zückerli folgt bekanntlich die Peitsche, wenn nicht umgekehrt. Danach musste nämlich der Boreras Pass bezwungen werden, mit 3500 Meter Höhenunterschied. Der weitere Weg führte durch die Steppe Indiana Trail bis Salida, wo sie ihr Znacht assen.
Heute Morgen wollten sie wieder früh weiter, denn jetzt kommen sie in diese Regionen wo es bereits früh sehr warm ist. Hebet dure Manne!!!

Mittwoch, 22. Juni 2011

Neues von unseren Sportlern

Am Sonntag waren unsere Biker in Atlantic City, welches Sämi als "grusigs Näscht" bezeichnet. Ich nehme mal an, dass dort gar nichts los war ;-) An diesem Tag sind sie 150km geradelt, was für sie quasi ein Ruhetag bedeutet (O- Ton  der Jungs).
Tags darauf sind sie wieder 220km gefahren. Gestern haben sie Markus verfolgt, der früher aufgebrochen ist. Er musste sich eine neue Tasche kaufen. Später lag er hinter ihnen, denn er wollte dann in seinem eignenen Rhythmus weiterfahren. Doch sie haben sich wieder getroffen und als sie mein SMS verfasst haben, sassen sie bereits beim dritten Bier. Sie lassen es sich durchaus auch mal gut gehen. Recht haben sie!
Der Tag gestern war sehr hart, sie fuhren 230 km durch Regen und Schlamm und mussten 3 Stunden durch den Schnee stapfen.


Die anderen Biker die im Süden gestartet sind, haben sie bereits getroffen und sich ausgetauscht. Nun wissen sie, dass sie wohl die härteste Strecke noch vor sich haben. Denn von den 15 Personen die in Antelope gestartet sind, haben sieben wegen der Hitze aufgegeben ... Sie werden also noch recht die Zähne zusammenbeissen müssen, um das Ziel zu erreichen.
Doch es gibt natürlich auch erfreuliche Momente, etwa wenn Fans an der Strecke stehen. Unsere Männer treffen immer wieder auf Menschen, die das Rennen im Internet verfolgen und sich dann an die Strecke stellen, um die Sportler anzufeuern. Dann halten die Radler natürlich an und nehmen die Glückwünsche, und netten Worte, entgegen.
Hoffen wir dass diese Menschen sie genug aufbauen können, damit sie auch weiter durchhalten. Ich informiere sie auch immer wieder, dass hier fleissig mitgelesen und mitgefiebert wird. Dass wir fest an sie denken und in Gedanken bei ihnen sind. Vielleicht gibt ihnen das einen weiteren Motivationspush :-)

Freitag, 17. Juni 2011

Vollmondradeln Teil 2

Also, die Antwort auf meine Frage wegen des Umweges, kam prompt! Nachts wird es um die 0 Grad kalt und deshalb sind sie ins einzige Hotel der Umgebung zum Übernachten gefahren. Dafür nahmen sie die 16 Kilometer mehr gerne in Kauf.
Es geht ihnen gut, natürlich hätten sie alle wunde Popos- sorry, das war meine Frage ;-)
Gestern sind sie wieder 210 Kilometer geradelt, davon 100 Kilometer durch eine Kuhweide. Es sei ein geiles Gefühl gewesen durch 1000 Kühe zu fahren, wie Sämi dieses Erlebnis beschrieb. ;-)

Vollmondradeln

Gestern erreichte mich die Nachricht, dass unsere Männer zwei sehr lange Tage hinter sich haben. Sie haben die Helligkeit des Vollmondes ausgenutzt und sind bis morgens um 2.20 Uhr gefahren. In einem Hotelgang haben sie sich dann zur Ruhe gelegt, bis um 5 Uhr, um dann ihre Tour schon wieder fortzusetzen. In den zwei Tagen haben sie je 250 bzw. 220 Kilometer unter die Räder genommen, und wie wir auf der Karte sehen können, haben sie bald die Hälfte geschafft.
Erstaunlicherweise schwärmen sie noch immer von der fantastischen Natur, die sie geniessen und beklagen sich weder über schmerzende Waden, noch über wunde Hintern ...
Was mich auch immer etwas verwundert ist, dass der rote Faden der Route manchmal in eine ganz andere Richtung verläuft, als der blaue Weg unserer Männer. Ich werde da mal nachhaken, ob sie da Probleme mit dem Kartenlesen haben, oder sich nach etwas Essbarem umsehen ;-)
Weiter so Jungs, Ihr seid super!!!


Donnerstag, 16. Juni 2011

Noch immer ist der Genuss grösser als die Anstrengung

Unsere drei Biker radeln immer noch unermüdlich an der Spitze der Truppe. Andere würden vielleicht erste Ermüdungserscheinungen zeigen, doch unsere Jungs sind immer noch euphorisch. Sie schwärmen von der fantastischen Natur, es sei einfach der Wahnsinn. Es ist ja nicht so, dass ich erwartet hätte, dass sie aufgeben- aber langsam machen sie mir Angst ;-)
Spass beiseite ...
Sie haben auch schon schlechte Momente erlebt, das GPS war ausgestiegen und sie irrten durch hüfthohen Schnee. Doch wie gesagt, unsere Jungs lassen sich nicht unterkriegen von solchen "Lappalien". Sie sind immer noch ganz vorne dabei.
Mit der Technik haben wir allerdings alle so unsere Probleme: Sämi kann mich nicht mehr mit Voice- Nachrichten versorgen, deshalb kommen die Infos im Moment etwas spärlich. Doch auch ich kämpfe mit der Technik und habe es bis jetzt nicht geschafft, Bilder von meinem Handy auf den PC zu laden. Ich stehe anscheinend nicht alleine da mit diesem Handy und dem Problem, nützt mir nur nichts ...
Also bitte habt etwas Geduld, ich gebe noch nicht auf ;-)
Und vergesst nicht, unseren Männern weiterhin gute Gedanken zu schicken.
Alles Liebe,

Birgit